METALLSPRITZVERFAHREN

Für eine wesentliche Steigerung des Korrosionsschutzes bei Metall wird (als Zwischenoperation zwischen Strahlen und Anstrich) das Auftragen einer Schutzschicht aus Zink, Aluminium u. ä. angewandt. Es handelt sich um ein so genanntes Gasflammspritzverfahren.

Das Gasflammspritzverfahren ist der Einsatz von Metallflammspritzen unter Anwendung von Drahtrohlingen.
Das Metall wird in einer von Luft umgebenen Sauerstoff-Acetylenflamme geschmolzen.
Die mit hoher Geschwindigkeit aus der Pistolendüse austretenden Gase zerstäuben das Metall zu kleinen Partikeln, die mit großer Geschwindigkeit auf die Arbeitsfläche geschleudert werden.
Das Flammspritzen ist als Rostschutzmethode vorwiegend zur Applikation im Spritzverfahren bestimmt, am häufigsten unter Anwendung von Zink oder Aluminium. Das Flammspritzverfahren ersetzt komplett, und in einigen Fällen übertrifft es sogar das Eintauchen ins Zinkbad. Dabei entfällt das Bohren von Abflussöffnungen. Als Nachteil ist lediglich die notwendige Applikation eines Versiegelungsanstrichs zu nennen.
Zink (oder ein anderes Metall) wirkt auf der Oberfläche einer Stahlkonstruktion mäßig rau.
Es ist empfindlich gegen Berührung und Schmutz. Innerhalb von vier Stunden nach dem Auftragen sollte die Flammspritzschicht durch einen Anstrich versiegelt werden. Diese Art des Auftragens einer Metallschicht wird am häufigsten in Deutschland und in den Küstenstaaten angewandt. Sie erhöht die Korrosionsbeständigkeit um 14 Jahre und mehr. Dabei kommt es auf die Art der Auftragung an (auf die Dicke der Schicht in Mikrometern).
Auf diese Art können beliebige Flächen und Bauteile ohne Maßeinschränkung metallisiert werden, während Zinkbäder größenabhängig sind (in Tschechien ist das größte Zinkbad 9 m).

Sämtliche Arbeiten werden nach ISO 2063/99 durchgeführt.

 

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